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Was macht eine biblisch begründete, gute theologische Ausbildung aus?

Thomas Schirrmacher, Rektor des Martin Bucer Seminars, kritisiert die herkömmlichen theologischen Studiengänge in Deutschland und plädiert für eine alternative Ausbildung.
Anhand von Jesus und Paulus zeigt er auf, was eine solide Ausbildung ausmacht:

1) Wissensvermittlung,
2) Seelsorge am einzelnen,
3) Seelsorge und Beratung in der Gruppe,
4) Anleitung zur Selbständigkeit und
5) konkrete Zusammenarbeit (training on the job).

Er führt an, dass eine Verbindung von Theorie und Praxiserfahrung genauso wichtig ist wie die Tatsache, dass Schüler Lehrer haben, die gleichzeitig ihre Vorbilder und Mentoren sind.
Den kompletten, sehr empfehlenswerten Aufsatz finden Sie hier.

Beten Sie?

Der 3L-Verlag hat vor kurzem ein kleines Büchlein (knapp 50 Seiten) von J.C. Ryle herausgebracht, das ich jedem Leser nur wärmstens empfehlen kann.

Der 3L-Verlag schreibt selber:

J.C. Ryle kommt gleich zur Sache und stellt die einfache Frage: “Beten Sie?” Dies ist eine überaus entscheidende Frage, weil Beten für die Errettung eines Menschen absolut notwendig ist. Jeder muss Christus persönlich anrufen. Und ebenso muss jeder persönlich zu Gott reden und beten. Darum: Ohne Gebet zu leben, heißt, ohne Gott, ohne Christus, ohne Gnade, ohne Hoffnung und ohne den Himmel zu leben. Darum zeigt diese Frage, ob man ein wahrer Christ ist oder nicht.

Nachdem der Autor deutlich macht, dass das wahre Gebet nichts mit der bloßen Verrichtung einer religiösen Pflicht zu tun hat, ermutigt er seine Leser zum Gebet, weil wir in Jesus Christus einen Beistand und Fürsprecher haben, der zu allen Zeiten bereit ist, die Gebete derer, die in seinem Namen zu Gott kommen, weiterzuleiten. Außerdem gibt es Hilfe im Gebet, die jedem Beter zur Verfügung steht.

J.C. Ryle zeigt, dass Gewissenhaftigkeit im Gebet das Geheimnis von außergewöhnlicher Heiligkeit ist. Er beschreibt, wie Gebetslosigkeit zu Abtrünnigkeit führt, wohingegen das wahre Gebet ein Weg zu Glückseligkeit und Zufriedenheit ist. Schließlich werden wichtige Aspekte des Gebets kurz beleuchtet, wie z.B. Regelmäßigkeit im Gebet, Beharrlichkeit im Gebet oder das Gebet mit Glauben.

Der Autor schließt mit dem Wunsch: “Ich wünsche mir nichts mehr, als dass wir in einem Zeitalter des Gebets leben. Ich wünsche, dass die Christen unserer Zeit betende Christen werden. Ebenso wünsche ich mir betende Gemeinden. Mein größter Herzenswunsch und Gebet für dieses Büchlein sind, einen Geist des Gebets zu fördern. Mein Wunsch ist es, dass diejenigen, die bisher noch nicht gebetet haben, aufstehen und Gott anrufen. Und dass diejenigen, die beten, erkennen, dass sie nicht verfehlt beten.”

Wohlstandsevangelium

BUJU 2010 – was bleibt?

unkaputtbar

Von Samstag bis Montag fand in Erfurt das diesjährige Bundesjugendtreffen der FeGs statt. Da es Teil meines FSJ war, kam ich zum ersten Mal (und auch noch kostenlos) in den Genuss, es mal miterleben zu dürfen.

Das zentrale Thema hieß “unkaputtbar”, mit den Unterpunkten sehen, glauben, lieben, hoffen, bleiben.

Auch wenn ich von den Predigten insgesamt ziemlich enttäuscht war und der Meinung bin, dass eine klare Evangeliumsverkündigung gefehlt hat, habe ich versucht mir aus jedem Vortrag mindestens einen Gedanken mitzunehmen:

1. Gott kennt uns durch und durch. Deshalb dürfen und sollen wir vor ihm unsere Masken fallen lassen.
2. Gott nimmt sich der Kranken und Schwachen an. Deshalb sollen wir uns gerade auch um sie kümmern und jeden so annehmen wie er ist.
3. Wir müssen zuerst selber Vergebung erfahren und uns dieser Vergebung bewusst sein, bevor wir anderen vergeben können.
4. Weil wir Hoffnung in Christus haben, können wir frei durch ihn leben und mutig für ihn Risiken eingehen.
5. Wir brauchen immer wieder Ruhepausen in unserem Alltag in denen wir Zeit nur mit Gott verbringen und mit ihm reden. Ansonsten macht das Über-Ihn-Reden nicht viel Sinn.

Was außerdem bleibt, sind viele gute, tiefgründige Gespräche, eine tolle Gemeinschaft mit den anderen FSJlern und eine neue, coole Erfahrung dank der “E-fun-gelisation” mit Arno Backhaus.

Paul Washer – Shocking Youth Message

Paul Washer ist ein großer Segen, weil er ein brennender Verfechter des wahren Evangeliums ist. Er ist ein Mann, der sich auf die Wurzeln des Christentums zurückbesinnt, für reformierte Theologie eintritt und versucht, der zunehmenden Liberalisierung in der evangelikalen Welt entgegen zu treten. Bekannt geworden ist er v.a. durch folgende Predigt, die er auf einer Jugendkonferenz hielt:

Jesus und die Samariterin – Meine erste Predigt

Wie schon angekündigt, habe ich heute Vormittag in meiner alten Gemeinde – der EFG Hutthurm – meine erste Predigt halten dürfen. Mein Predigttext war Johannes 4, 1 – 42.

Hier schnell die Kernaussagen:

- Gott: Gott ist zielstrebig, souverän und gnädig.

- Mensch: Alle Menschen sind von Natur aus Sünder und aus diesem Grund geistlich tot. Deshalb erkennen sie Gott nicht und können nicht zu ihm kommen. Dennoch haben sie eine Sehnsucht in sich und versuchen diese durch alle möglichen weltlichen Dinge zu stillen.

- Beziehung: Eine Beziehung zwischen Mensch und Gott ist nur dann möglich, wenn diese aktiv von Gott aufgebaut wird. Aus reiner Gnade öffnet er manchen Menschen das Herz und schenkt ihnen lebendiges Wasser.

- Anbetung: Das Ziel dieser Beziehung zwischen Mensch und Gott ist immer wahre Anbetung. Gott sucht Menschen, die ihn in Wahrheit und im Geist anbeten.

- Zeugnis geben: Ein ehrliches Zeugnis von dem, was Gott in unserem Leben getan hat, ist die Grundlage, dass wir auch anderen Menschen zu einer Beziehung mit Gott verhelfen können. Allerdings kommt noch eine weitere Komponente hinzu: Die Menschen müssen ihre eigene, persönliche Erfahrung mit Gott machen. Erst dann können sie zu wahren Anbetern werden.

Hier könnt ihr euch die Predigt anhören bzw. herunterladen:

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Predigt herunterladen

Was ist eigentlich Gnade?

Jesus unser Mittler – Meine erste Bibelstunde

Gestern durfte ich meine erste Bibelstunde halten, was für mich eine ziemlich große Herausforderung war.

Obwohl ich mich lange und so gut wie möglich vorbereitet hatte, war ich doch sehr aufgeregt, als ich dann tatsächlich vor einer Zuhörerschaft stand, welche im Durchschnitt wohl doppelt so alt war wie ich und dreimal so viel Bibelwissen besaß.

Umso dankbarer bin ich, dass Gott meine vielen (Stoß-) Gebete erhört hat und mir schon nach kurzer Zeit eine Ruhe und Gelassenheit geschenkt hat, von der ich selber überrascht war.

Meine zu behandelnde Bibelstelle war  Hebräer 8. Nachdem in Kapitel 7 Jesus als der wahre Hohepriester dargestellt wird, kontrastiert Kapitel 8 die Überlegenheit seines Dienstes mit den Aufgaben der levitischen Priestern. Außerdem wird er als Mittler des neuen Bundes bezeichnet. Dieser neue Bund wird als besser und höher als der alte Bund dargestellt, da er bedingungslos ist: Die Beteiligten bekommen kein äußerliches Gesetz, an das sie sich halten müssen, sondern Gott selbst schreibt ihnen sein Gesetz inerrlich ins Herz und in den Sinn, sodass sie automatisch das Verlangen haben und danach streben, sündlos zu leben.

Obwohl ich nicht alle Fragen beantworten konnte, hab ich die 90 Minuten anscheinend dennoch ganz gut gemeistert. Jedenfalls wurde mir das in vielem positiven Feedback bestätigt. Ich bin dankbar für die großartigen Möglichkeiten, die sich mir in dieser Gemeinde bieten, geistlich zu wachsen und wertvolle Erfahrungen in verschiedensten Bereichen zu machen.

Allerdings möchte ich es nicht versäumen, diesen Dank weiter zu geben an Gott. Er hat mich in meiner Schwachheit gebraucht als sein Werkzeug, dafür sei ihm Lobpreis und Ehre. Ich bete, dass er es auch weiterhin tut, z.B. gleich am Sonntag, den 2. Mai. Dann werde ich meine erste Predigt in meiner alten Gemeinde in Hutthurm halten. Der Text steht schon fest: Johannes 4!

Yes You Can

Alex und Brett Harris scheinen das Kernproblem der heutigen Teenager-Generation erkannt zu haben: Die Jugendlichen wissen nicht, was sie imstande sind zu leisten, weil sie von der Gesellschaft unterfordert und mit dem Vorurteil der Unreife abgestempelt werden, anstatt Verantwortung für ihr Leben übernehmen zu müssen.

Doch in ihrem Weckruf an den Leser ist das passende Gegenmittel der Zwillingsbrüder schon verpackt: „Rebelliere gegen niedrige Erwartungen!“

Wie es konkret aussehen kann, den Rahmen dessen zu sprengen, was die Gesellschaft so üblicherweise für möglich hält, haben die beiden eindrucksvoll vorgemacht. Mit 16 Jahren starten sie ihren Internet-Blog TheRebelution.com, der innerhalb kurzer Zeit auf mehr als eine Million Besucher pro Monat kommt, mit 18 Jahren halten sie Konferenzen vor bis zu 2000 Menschen überall in den USA und sogar in Japan und mit 19 Jahren veröffentlichen sie ihr erstes Buch.

Dass das Wort „Teenager“ und die seltsame These, diese seien so ziemlich zu nichts zu gebrauchen, eine Erfindung der Moderne ist, verdeutlichen sie außerdem an Beispielen historischer Persönlichkeiten: Da gibt es z.B. George Washington, erster Präsident der Vereinigten Staaten, der mit 17 Jahren zum offiziellen Landvermesser von Culpeper County ernannt wird. Da ist David Farragut, erster Admiral der US-Marine, der mit 12 Jahren die Befehlsgewalt über ein im Krieg erbeutetes Schiff erhält. Oder die 17-jährige Clara Barton, eine Lehrerin für mehr als 40 Schüler an einer Krankenpflegeschule, die später Gründerin des Amerikanischen Roten Kreuzes werden soll.

Die Aufforderung, schwierige Dinge zu tun, meinen Alex und Brett vollkommen ernst. Sie sind davon überzeugt, dass dazu jeder Jugendliche in der Lage ist und nennen gleich einmal fünf Übungsfelder:

  • Tu Dinge, die dich aus deiner Wohlfühlzone holen!
  • Tu Dinge, die über das hinausgehen, was von dir erwartet wird!
  • Tu Dinge, die du nicht allein machen kannst!
  • Tu Dinge, die sich nicht sofort rentieren!
  • Tu Dinge, die sich von dem abheben, was alle tun!

Die Frage, woher man denn die Motivation dazu nehmen soll, beantworten die beiden ebenfalls und wie selbstverständlich: Aus der Bibel. Genauer gesagt v.a. aus dem Leitvers ihrer Rebelution-Bewegung:

„Niemand verachte dich wegen deiner Jugend; du aber sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit.“ (1. Timotheus 4,12)

Gott hat hohe Erwartungen an dein Leben. Er möchte nicht, dass du einige der besten Jahre deines Lebens verschwendest. Deshalb vertrau auf ihn und fang heute an, deine Denkweise radikal zu ändern. Lerne, nach den Sternen zu greifen. Es ist möglich. Es gibt eine Alternative. Es gibt einen besseren, größeren, aufregenderen und erfüllenderen Weg dein Leben zu leben.

Nimm die Herausforderung an und lass den Aufruf nicht ungehört verklingen, lies „Yes You Can“! Es wird dich mit Sicherheit inspirieren…

P.S. Nicht nur empfehlenswert für Teenager!